Veröffentlicht am December 8, 2025 • In Arbeitgeber • 3 Min. Lesezeit
Steuerliche und arbeitsrechtliche Änderungen 2026 für Arbeitgeber - Deutschland & Österreich
🇩🇪 Deutschland – Was Arbeitgeber 2026 beachten müssen
Überblick
Für Arbeitgeber treten 2026 bedeutende Änderungen im Bereich Lohnsteuer, Sozialversicherung und Meldepflichten in Kraft. Besonders betroffen sind Lohnabrechnungssysteme, die Behandlung von Versicherungsdaten und die Berechnung von Beiträgen. Unternehmen sollten frühzeitig ihre internen Prozesse und Tools an die neuen gesetzlichen Vorgaben anpassen.
Wichtige Änderungen für Arbeitgeber
- Neue Vorsorgepauschale ab 2026
Die Mindestvorsorgepauschale entfällt, stattdessen werden tatsächliche Kranken-, Pflege- und Arbeitslosenversicherungsbeiträge berücksichtigt. Dies erhöht den administrativen Aufwand, da korrekte Versicherungsdaten zwingend übermittelt werden müssen. Lohnabrechnungssoftware muss entsprechend aktualisiert werden. - Anpassung der Beitragsbemessungsgrenzen
Höhere BBG in Kranken-, Pflege-, Renten- und Arbeitslosenversicherung führen zu höheren Arbeitgeberbeiträgen bei gut verdienenden Beschäftigten. - Erweiterte Melde- und Bescheinigungspflichten
Detailliertere Angaben für gesetzlich und privat Versicherte werden verpflichtend, inklusive neuer Werte auf der Lohnsteuerbescheinigung. - Überprüfung pauschalversteuerter Zusatzleistungen
Arbeitgeberzuschüsse zur privaten Versicherung oder anderen Benefits müssen hinsichtlich der neuen Pauschalen bewertet werden.
🇦🇹 Österreich – Was Arbeitgeber 2026 beachten müssen
Überblick
In Österreich verändern sich 2026 mehrere Bereiche, die für Arbeitgeber relevant sind – von neuen SV-Meldepflichten bis hin zu Anpassungen bei Pendlerleistungen. Unternehmen sollten interne Abläufe, Dokumentationen und die Lohnverrechnung anpassen.
Wichtige Änderungen für Arbeitgeber
- Neue SV-Meldepflicht ab 1. Jänner 2026
Beim Anmelden von Arbeitnehmer:innen muss künftig das vereinbarte Arbeitszeitausmaß angegeben werden. Zusätzlich muss der Arbeitgeber die Anmeldebestätigung an den Arbeitnehmer übergeben. - Erhöhung des Pendlereuros
Der Pendlereuro wird auf 6 € pro Pendeltag erhöht. Arbeitgeber müssen entsprechende Lohnverrechnungsdaten ab 2026 korrekt berücksichtigen und Dokumentationspflichten erfüllen. - Geringfügigkeitsgrenze bleibt unverändert
Die unveränderte Grenze erleichtert die Planung geringfügiger Beschäftigungsverhältnisse, da keine neuen Abgabenregelungen entstehen. - Arbeits- und sozialrechtliche Anpassungen
Regelungen wie die Umstellung auf die neue Weiterbildungszeit können Auswirkungen auf Personalplanung und Verträge haben. Betriebe sollten Arbeitsverträge und interne Regelungen überprüfen.
Quellen
Deutschland
- Haufe – „Vorsorgepauschale im Lohnsteuerabzug ab 2026“
- Deloitte Tax News – Änderungen bei der Vorsorgepauschale 2026
- IHK – Hinweise zur neuen Vorsorgepauschale
- EY – Anpassungen im Lohnsteuerabzugsverfahren 2026
- Arbeit & Arbeitsrecht – Auswirkungen der Vorsorgepauschalen-Reform
Österreich
- LBG Österreich – Änderungen bei SV-Anmeldung ab 1.1.2026
- WKO – Informationen zu Pendlerpauschale & Pendlereuro 2026
- Team23Tax – Erhöhung des Pendlereuros 2026
- Sozialministerium – arbeitsrechtliche Maßnahmen 2026